Junge Menschen in Luxemburg haben sich zusammengeschlossen, um die Demokratie zu verteidigen

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Vertreter der Jugendorganisationen CSV, DP, LSAP und déi Gréng haben die Gründungsurkunde eines neuen Thinktanks namens „Plattform für Demokratie“ unterzeichnet. Das Hauptziel dieses parteiübergreifenden Bündnisses wird es sein, konkrete Vorschläge für die öffentliche Debatte zu entwickeln und die demokratischen Institutionen des Landes proaktiv zu verteidigen. Die Projektbeteiligten betonen, dass aktuelle autoritäre Tendenzen im Ausland – darunter Kürzungen der öffentlichen Mittel, die Missachtung von Gerichtsurteilen und der Ausschluss der Parlamente aus militärischen Entscheidungsprozessen – die Verwundbarkeit demokratischer Normen verdeutlichen. In diesem Zusammenhang wies Fabricio Costa, ein Vertreter von déi Gréng, darauf hin, dass Luxemburg kein isolierter Staat sei und dass bereits heute vorbeugende Maßnahmen erforderlich seien.
Die Organisation nennt den Aufbau von Institutionen zur direkten Bürgerbeteiligung, die Stärkung der Aufsicht über digitale Plattformen und neue Technologien sowie den umfassenden Schutz einer freien Presse als ihre wichtigsten Prioritäten. Nach Ansicht der Teilnehmer ist die Regulierung des Online-Raums im Kampf gegen Hassrede zu einer dringenden Notwendigkeit geworden. Zur Untermauerung dieser Position verlas der DP-Vertreter Michael Agostini homophobe Beleidigungen, die in den sozialen Medien gegen Außenminister Xavier Bettel gepostet worden waren. Stefano D’Agostini vom CSV forderte seinerseits die Einrichtung von Bürgerversammlungen und offenen Debatten, die auf dem Respekt vor gegensätzlichen Standpunkten beruhen.
Trotz Meinungsverschiedenheiten in einer Reihe politischer Fragen positionieren sich die Gründer der Plattform als Vertreter der Mitte, vereint durch den Wunsch, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren. Die ADR wurde jedoch nicht zur Teilnahme eingeladen, da öffentliche Äußerungen ihrer Mitglieder im Widerspruch zu den Gründungsprinzipien der neuen Organisation stehen, zu denen die Gleichstellung der Geschlechter, der Schutz der Minderheitenrechte und die europäische Integration gehören. Dennoch betonte die Vertreterin der Sozialisten, Danielle Filbig, dass sich das Bündnis nicht gegen bestimmte politische Kräfte richte und weiterhin offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Organisationen sei. Die Gründung der Plattform war die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit junger Politiker, die ein Jahr zuvor einen „Stresstest“ der luxemburgischen staatlichen Institutionen durchgeführt und einen offenen Brief an die Führung des Landes geschickt hatten.





