Luxemburg hat mit den Staus zu kämpfen

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Die Probleme bei der Organisation des öffentlichen Nahverkehrs auf der Avenue Monterey in Luxemburg haben sich verschärft. Fahrgäste berichten von systematischer Verwirrung auf Bahnsteig 4, wo Abfahrtsstellen, Endhaltestellen und Fahrer-Rastplätze alle an einem Ort konzentriert sind. Derzeit nutzen sieben verschiedene Linien diesen Bahnsteig, was die Infrastruktur übermäßig belastet und bei den Anwohnern für Verwirrung sorgt.
Augenzeugen, darunter insbesondere der Stammfahrgast Emile Lucas, beschreiben die Situation als kritisch: Da die Busse während ihrer Pause am vorderen Ende des Bahnsteigs geparkt sind, müssen die Wartenden sich entlang der Haltestelle bewegen, um ihren Bus nicht zu verpassen. Diese gängige Praxis zwingt die Menschen dazu, eigene Überlebensstrategien zu entwickeln, wie zum Beispiel sich in Gruppen aufzuteilen, um gleichzeitig verschiedene Bereiche des Einsteigebereichs im Blick zu behalten.
Léon Ludovici, Direktor der Verkehrsbehörde, betonte in einer Stellungnahme gegenüber RTL, dass die derzeitige Situation gegen geltende Vorschriften verstößt. Gemäß den Vorschriften dürfen Fahrzeuge, die sich in der Pause befinden, nicht mit Bussen im Linienverkehr vermischt werden. Die Fahrer sind verpflichtet, die Haltestelle während ihrer Pause zu verlassen und erst kurz vor Fahrtantritt wieder in die Warteschlange einzureihen. Diese Vorschrift wird den Verkehrsbetrieben in Kürze erneut mitgeteilt.
Ähnliche Schwierigkeiten waren zuvor bereits im Kirchberg-Viertel gemeldet worden. Aus diesem Grund werden seit Anfang März einige Linien am P+R-Park-and-Ride-Parkplatz der Luxexpo auf die internen Bahnsteige (1A, 1B und 1C) umgeleitet. Zudem wurden die Betreiber erneut auf das Verbot des Leerlaufs bei stehenden Fahrzeugen auf dem Boulevard Pierre Frieden hingewiesen. Eine weitere Entlastung des städtischen Verkehrsnetzes wird in diesem Jahr nach der Eröffnung des neuen Verkehrsknotenpunkts Héienhaff erwartet.





