Der Wohnungsmarkt in Luxemburg verliert rapide an Quadratmetern

Maria Ziegler, Unsplash
Die Luxemburger, die von einem Eigenheim träumen, sind zunehmend gezwungen, ihre Erwartungen und ihren Wohnraum zu reduzieren. Einem aktuellen Bericht des staatlichen Statistikinstituts STATEC zufolge ist die durchschnittliche Größe neuer Wohnungen im Land in der ersten Hälfte des Jahres 2025 auf einen historischen Tiefstand von 71 m² geschrumpft, verglichen mit rund 82 m² in den zehn Jahren zuvor.
Die Statistiken der Regierung bringen diese Entwicklung direkt mit dem starken Anstieg der Hypothekenzinsen in Verbindung. Der Anstieg der Kreditkosten hat die Zahlungsfähigkeit der Bevölkerung erheblich beeinträchtigt. Infolgedessen sind die Familien zunehmend gezwungen, bescheidenere Wohnungen zu kaufen, um mit den neuen, weniger großzügigen Budgets auszukommen. Die STATEC-Studie unterstreicht dies: "Der Rückgang des Wohnungsvolumens ist eine direkte Folge des Drucks, der vom Hypothekenmarkt ausgeht."
Und dabei geht es nicht nur um Wohnungen. Auch die Größe neuer Häuser schrumpft: Bis Mitte 2022 lag sie im Durchschnitt bei rund 250 m², seither ist die Durchschnittsgröße auf unter 220 m² gesunken. In Anbetracht der Tatsache, dass Häuser in Luxemburg traditionell als langfristige Investition betrachtet werden, ist dieser Rückgang besonders symbolisch: Selbst im Premiumsegment schrumpft der Markt.
Die derzeitige Situation spiegelt einen tiefgreifenden Wandel bei der Erschwinglichkeit von Wohnraum im Lande wider, wo der gleichzeitige Anstieg der Baukosten, der Kreditzinsen und der Inflation die Vorstellung von "Wohneigentum" tatsächlich umgestaltet. Was vor kurzem noch als Grundstandard galt, wird nun immer unerschwinglicher.





