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Luxtoday

Dieser Fehler kostete den Kletterer das Leben

Zuletzt aktualisiert
04.06.26
Tragic death in Luxembourg

Getty Images

In Luxemburg hat sich der erste tödliche Kletterunfall überhaupt ereignet. Am Dienstagabend kam ein 37-jähriger Mann im RedRock Climbing Centre in der Gemeinde Soleuvre ums Leben, das als größtes und modernstes Kletterzentrum des Landes gilt. Nach ersten Ermittlungen wurde die Tragödie durch einen fatalen menschlichen Fehler verursacht. Das Opfer, ein erfahrener Kletterer und Stammkunde des Zentrums, hatte sein Sicherheitsseil an einem ungeeigneten Teil seines Klettergurts (eine Kombination aus Schlingen und Gurten, die der Kletterer trägt) befestigt, der physisch nicht dafür ausgelegt war, das Gewicht eines menschlichen Körpers im Falle eines Sturzes zu tragen.

Aufgrund einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung verlor der Mann den Halt und stürzte aus sieben Metern Höhe auf einen harten Untergrund. Die Rettungskräfte trafen gegen 20 Uhr am Unfallort ein und brachten den Verletzten umgehend ins Krankenhaus, wo er jedoch kurz nach Mitternacht seinen Verletzungen erlag. Nach bisherigen Erkenntnissen trainierte der Kletterer allein. Branchenexperten betonen, dass das auf Partnerarbeit basierende Format des Kletterns in diesem Sport eine gegenseitige doppelte Überprüfung der Ausrüstung vor Beginn des Aufstiegs ermöglicht, was den Vorfall hätte verhindern können. Verschärft wurde die Situation durch das Fehlen spezieller stoßdämpfender Matten, die von der Leitung der Anlage auf individuelle Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Obwohl Kriminaltechniker und Ermittler am Unfallort im Einsatz waren, lief der Betrieb des Sportzentrums wie gewohnt weiter. Die Geschäftsleitung hat betont, dass das große nationale Turnier, das „Petzl Lead Open“, das vom 12. Juni bis zum 4. Juli stattfinden soll, derzeit weiterhin geplant ist. Anaïs Bourin, Geschäftsführerin des Luxemburger Verbandes für Klettern, Sporttourismus und Bergsteigen (Flera), sprach der Familie des Verstorbenen ihr tiefstes Beileid aus und sicherte der Leitung des kommerziellen Kletterzentrums ihre volle Unterstützung zu. Sie wies darauf hin, dass in den spezialisierten Kletterzentren in Luxemburg die grundlegenden Sicherheitsstandards vollständig eingehalten werden und dass es sich bei dem Vorfall um einen Einzelfall handelte.

Nach offiziellen Angaben des Verbandes gibt es derzeit 1.800 registrierte, lizenzierte Kletterer im Land, wobei die tatsächliche Zahl der Hobbykletterer, einschließlich derjenigen aus benachbarten Regionen, doppelt so hoch ist. Statistiken zu leichten Verletzungen, vor allem Zerrungen, weisen etwa einen Fall pro Woche aus. In den letzten Monaten gab es jedoch zwei weitere schwere Unfälle im Land: Im Oktober erlitt ein Kletterer schwere Verletzungen, nachdem er in Berdorf gegen einen Felsen an einem natürlichen Felsvorsprung geprallt war, und im Dezember verletzte sich ein weiterer Kletterer bei einem Sturz in Esch-sur-Alzette. Um die Risiken zu minimieren, hat der Verband zu Beginn des Jahres eine spezielle Sicherheitskommission eingerichtet, die bereits zwei praktische Leitfäden zum sicheren Umgang mit der Ausrüstung erstellt hat, während die jüngste Tragödie neue Fachdiskussionen über strengere Kontrollen innerhalb der Branche ausgelöst hat.

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04.06.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort