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Luxtoday

Ein junger Neonazi, der Terroranschläge plante, wird in Luxemburg verurteilt

Zuletzt aktualisiert
27.11.25
Arrests in Luxembourg

Curated Lifestyle, Unsplash

Einer der beunruhigendsten Prozesse der letzten Jahre ist in Luxemburg zu Ende gegangen. Alexandre, ein junger Radikaler, wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, wovon er zwei Jahre im Gefängnis verbringen muss. Die restliche Zeit muss er ein obligatorisches fünfjähriges Deradikalisierungsprogramm absolvieren, was die Ernsthaftigkeit der Absichten des Staates im Kampf gegen den Extremismus unterstreicht. Trotz seines Alters (er war während eines Teils der inkriminierten Taten minderjährig) hielt das Gericht seine Taten für so gefährlich, dass es die mildernden Maßnahmen ablehnte. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren gefordert.

Alexander wurde in Luxemburg geboren und hatte die schwedische Staatsbürgerschaft. Seine Reise in die Welt der neonazistischen Ideologien begann mit der Lektüre von Manifesten von Massenmördern. Schon bald wurde er in radikale Organisationen hineingezogen, zunächst in die Grüne Brigade, für die er 2019 einen Brandanschlag auf eine Pelztierfarm verübte, und dann in eine der berüchtigtsten rechtsextremen Gruppen der Welt, The Base. Bei seiner Aufnahme in diese Gruppe erklärte er unverblümt, dass er sich bereits seit einem Jahr als Nationalsozialist betrachte und bereit sei, "aktiv zu werden".

Und mit "Aktion" meinte er die Vorbereitung von Terroranschlägen. In seiner Garage fanden die Ermittler Sprengstoff, Bauteile zur Bombenherstellung und Sprengstoffpakete sowie Listen mit geplanten Opfern: Juden, Muslime, Schwarze, Homosexuelle, Frauen, Ausländer - alle, die er als "Feinde der Ethnie" betrachtete. Die Ermittlungen ergaben, dass er über Gewalt und Vergewaltigung phantasierte und nach Angaben des Ermittlers bereits konkrete Pläne für Anschläge hatte.

Dank der Informationen des Staatssicherheitsdienstes (SRE) führte die Polizei eine Operation durch, um Alexander festzunehmen, bevor er seine Pläne verwirklichen konnte. Aber auch nach seiner Ausschaltung blieb er eine ernsthafte Bedrohung. Dies betonte der Ermittler vor Gericht: "Derjenige, dessen Anschlag verhindert wurde, ist nicht weniger gefährlich als derjenige, der ihn verübt hat." Die Richter stimmten dem zu und befanden ihn in fast zehn Artikeln des Strafgesetzbuchs für schuldig: Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines terroristischen Anschlags, Aufstachelung zum Hass und Anwerbung.

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27.11.25

Fotos aus diesen Quellen: Kuratierter Lebensstil, Unsplash

Autoren: Alex Mort