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Luxtoday

Eine Drohung mit einer Schießerei hat zur Schließung einer europäischen Schule in Luxemburg geführt

Zuletzt aktualisiert
04.05.26
Schoolshooting in Luxembourg

JOSHUA COLEMAN, Unsplash

Die Europäische Schule in Kirchberg (École européenne du Kirchberg) hat den gesamten Schulbetrieb eingestellt. Die Entscheidung, die Schule zu schließen, wurde von der Schulleitung als Vorsichtsmaßnahme getroffen, nachdem am vergangenen Donnerstag in einem der Schulgebäude eine Drohbotschaft entdeckt worden war. Das Graffiti, das in großen Buchstaben auf eine Toilettentür gekritzelt war, enthielt eine direkte Warnung vor einem bevorstehenden Angriff: „Am Montag wird geschossen. Ich bin völlig verrückt. Seid bereit.“

Die Situation spitzte sich zu, da sich Fotos der Graffiti rasch über WhatsApp verbreiteten, was bei den Schülern und ihren Familien große Besorgnis auslöste. Die Eltern kritisieren die Schulleitung für ihr zögerliches Handeln und behaupten, dass eine offizielle Stellungnahme erst erfolgte, nachdem die Bilder viral gegangen waren und die Zahl der Anfragen besorgter Eltern ein kritisches Ausmaß erreicht hatte. Dennoch kündigte die Schulleitung am Sonntagabend eine vorübergehende Aussetzung des Unterrichts an, um die Öffentlichkeit zu beruhigen und der Polizei die Möglichkeit zu geben, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

Die Polizei befindet sich derzeit auf dem Schulgelände und führt eine gründliche Durchsuchung aller Gebäude durch. Die luxemburgische Staatsanwaltschaft hat offiziell bestätigt, dass Ermittlungen aufgenommen wurden, hat die Öffentlichkeit jedoch dazu aufgerufen, keine unnötige Panik wegen des Vorfalls zu schüren. Die Behörden betonen, dass übermäßige öffentliche Aufmerksamkeit oft genau das Ziel der Urheber solcher Nachrichten ist, unabhängig davon, ob die Drohung ernst gemeint ist oder lediglich ein unüberlegter Scherz.

Obwohl die Schule geschlossen ist, bietet sie nur die unbedingt notwendigen Dienstleistungen an, um Kinder aufzunehmen, deren Eltern für diesen Tag keine alternative Betreuung finden konnten. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um den Urheber der Graffiti zu ermitteln und die Schwere der ausgesprochenen Drohungen einzuschätzen.

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04.05.26

Fotos aus diesen Quellen: JOSHUA COLEMAN, Unsplash

Autoren: Alex Mort