Gewalt und Personalmangel in den luxemburgischen Gefängnissen

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Am Donnerstag befasste sich der Justizausschuss des Bundestages mit der Sicherheit in den Haftanstalten des Landes. Das Thema steht nach jedem schwerwiegenden Vorfall, an dem Häftlinge oder Mitarbeiter beteiligt sind, erneut auf der Tagesordnung. Im Anschluss an die Sitzung kam der Ausschuss zu dem Schluss, dass die Haftanstalten zwar nicht als grundsätzlich unsicher bezeichnet werden können, es jedoch noch viel Raum für Verbesserungen gibt.
Bereits im Mai hatte der Verband der Strafvollzugsbeamten öffentlich auf einen gravierenden Personalmangel hingewiesen und davor gewarnt, dass es den Mitarbeitern infolgedessen zunehmend schwerer falle, ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen. Diese Warnsignale wurden durch zwei Vorfälle bestätigt: Im August und September griffen Häftlinge Strafvollzugsbeamte mit einem Teller bzw. einer Bratpfanne an. Bei der Sitzung legte die Gefängnisverwaltung Statistiken vor, aus denen hervorgeht, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelte.
Laut der stellvertretenden Direktorin Caroline Lieffrig wurden seit Jahresbeginn 17 körperliche Übergriffe auf Mitarbeiter verzeichnet. Das sind etwas weniger als in den Vorjahren; sie betonte jedoch, dass solche Vorfälle nach wie vor eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit darstellen.
Lieffrig wies zudem auf einen neuen Trend im Zusammenhang mit dem Einsatz einer spezialisierten Schnellreaktionstruppe hin. Im Jahr 2023 gab es 45 solcher Vorfälle, im Jahr 2024 waren es 43, im Jahr 2025 39, und für 2026 werden 87 prognostiziert – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
Auch die Gewalt unter den Häftlingen selbst bleibt ein Problem: Seit Jahresbeginn wurden 146 solcher Vorfälle registriert. Derzeit sind rund 820 Personen in den luxemburgischen Haftanstalten inhaftiert, während die Zahl der Mitarbeiter bei über 870 liegt, von denen mehr als 560 im Aufsichtspersonal tätig sind. Gleichzeitig weisen die Diskussionsteilnehmer darauf hin, dass bestehende Einrichtungen wie die Justizvollzugsanstalt Uerschterhaff zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.





