Infektionen in Luxemburg sind zurückgegangen, aber es ist zu früh, um sich zu entspannen

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Das luxemburgische Gesundheitsministerium (Direction de la santé) hat eine wöchentliche Übersicht über die Prävalenz von akuten Atemwegsinfektionen für die Woche vom 22. bis 28. Dezember 2025 veröffentlicht.
Die Inzidenz der Influenza ging im Vergleich zur Vorwoche um 15 % zurück: 544 Fälle wurden im Labor bestätigt, gegenüber 640 in der Vorwoche. Bei fast allen typisierten Fällen (99,6 %) handelte es sich um das Influenza-A-Virus, während der Typ B nur in 0,4 % der Fälle nachgewiesen wurde. Obwohl die Zahlen rückläufig sind, betont das Gesundheitsministerium, dass das Virus immer noch aktiv zirkuliert. Der Rückgang wird mit den Schulferien erklärt, was der typischen saisonalen Dynamik entspricht.
Die Impfung ist nach wie vor wichtig, vor allem für Menschen über 65 Jahre, bei denen die Wahrscheinlichkeit für schwere Komplikationen größer ist.
Von allen Atemwegsviren verzeichnete RSV den stärksten Rückgang: minus 48 % im Laufe der Woche. 149 Fälle wurden gegenüber 285 früheren bestätigt. Fast 70 % der Erkrankten waren Kinder unter 10 Jahren. Trotz des Rückgangs bleiben Ausbrüche in Kindergärten und Schulen eine reale Bedrohung.
Auch die Fälle von SARS-CoV-2-Infektionen gingen zurück: 70 Fälle wurden gemeldet, 24 Prozent weniger als in der Vorwoche. Allerdings ist die Viruslast in Abwässern gestiegen. Dies könnte auf eine latente Ausbreitung hindeuten, da die Menschen asymptomatisch werden oder sich nicht testen lassen.
Die Sequenzierungsanalyse zeigte die Dominanz von drei Stämmen: Variante XFG (40,6 %), ihre Untervariante XFG.3 (23,9 %) und NB.1.8.1 (23,9 %). Alle gehören zur aktuellen Omicron-Linie, allerdings mit unterschiedlichem Grad an Infektiosität und Resistenz. Es gibt noch keine Hinweise darauf, dass sie einen schwereren Krankheitsverlauf verursachen, aber Epidemiologen beobachten ihre Entwicklung genau.





