Krankenhäuser sind von Personalmangel und Cyberangriffen betroffen

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Der Krankenhausverband hat in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Antares Evidenze Health Consulting eine Studie durchgeführt, um die Nachhaltigkeit des luxemburgischen Gesundheitssystems zu bewerten. Sylvain Vitali, stellvertretender Direktor des Verbandes, berichtete, dass die Ergebnisse auf Konsultationen mit Gesundheitseinrichtungen und Ministerien sowie auf 72 Antworten aus Mitarbeiter- und Patientenbefragungen basieren. Die Analyse identifizierte zwei Hauptbedrohungen für den Sektor: einen zunehmenden Personalmangel und eine Zunahme von Cyberangriffen. Insgesamt identifizierten die Experten 17 Schlüsselbereiche, in denen sofortiger Handlungsbedarf besteht. Letzte Woche wurden die Ergebnisse der Gesundheitsministerin Martine Deprez offiziell vorgestellt.
Eines der drängendsten Probleme bleibt der Mangel an qualifiziertem Personal in Funktionen, die für den Betrieb von Krankenhäusern von entscheidender Bedeutung sind. Sylvain Vitali wies darauf hin, dass das Gehaltsniveau nicht der einzige Faktor ist, der die Attraktivität einer Tätigkeit im medizinischen Sektor bestimmt. Um Fachkräfte, insbesondere ausländische Ärzte mit langjähriger Facharztausbildung, anzuziehen, ist es notwendig, Möglichkeiten für berufliche Weiterentwicklung, Forschung und Lehre zu schaffen. Um den Personalmangel auszugleichen, empfehlen die Autoren des Berichts, weiterhin medizinisches Fachpersonal aus dem Ausland zu rekrutieren und gleichzeitig die Ausbildungsprogramme in Luxemburg selbst auszubauen.
Gleichzeitig ist das Gesundheitswesen angesichts der steigenden Zahl von Cyberangriffen einer erheblichen Anfälligkeit ausgesetzt. Ein Angriff auf die IT-Infrastruktur von Krankenhäusern könnte deren Betrieb für einen längeren Zeitraum lahmlegen. Um Risiken zu minimieren, wird Gesundheitseinrichtungen empfohlen, in robuste Sicherheitssysteme zu investieren, regelmäßig Datensicherungen durchzuführen und klare Verfahren für die schnelle Wiederherstellung kritischer Systeme zu entwickeln. Sylvain Vitali betonte jedoch, dass konkrete Details zu den Vorbereitungen auf potenzielle Cyberangriffe aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich bekannt gegeben werden, um zu verhindern, dass diese Informationen von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden.





