Im Juni wurde ein neuer Rekord aufgestellt

Mohamed hamdi, Unsplash
Der Juni 2026 wurde offiziell als der heißeste Monat in der Geschichte der meteorologischen Beobachtungen in Luxemburg anerkannt. Die Durchschnittstemperatur des Monats lag bei 19,9 °C und übertraf damit knapp die bisherigen historischen Höchstwerte von 19,8 °C, die in den Jahren 2003 und 2023 gemessen wurden. Die Klimanorm für den Zeitraum von 1991 bis 2020 liegt bei 16,7 °C.
Die Wetterbedingungen schwankten im Laufe des Monats stark. Die ersten zehn Tage im Juni waren ungewöhnlich kühl: Die Durchschnittstemperatur lag bei 13,9 °C und damit 2,2 °C unter dem langjährigen Durchschnitt. Zwischen dem 11. und 20. Juni stiegen die Temperaturen jedoch stark an und erreichten einen Durchschnitt von 19 °C.
Die extreme Hitze, die den neuen Monatsrekord aufstellte, trat in den letzten zehn Tagen auf. Vom 21. bis zum 30. Juni lag die Durchschnittstemperatur bei 26,7 °C und damit 9 °C über dem Normalwert. In diesem Zeitraum lagen die Höchsttemperaturen bei 33,3 °C, während die Tiefsttemperaturen bei etwa 20,1 °C lagen. Die Wetterstation Findel verzeichnete elf aufeinanderfolgende Tage mit Temperaturen über 30 °C. Zudem verzeichneten die Meteorologen sechs tropische Nächte – ein klimatisches Phänomen, bei dem die Nachttemperatur nicht unter 20 °C fällt. Der Höhepunkt dieses Zeitraums war der 26. Juni, an dem mit 38,2 °C ein neuer Allzeit-Temperaturrekord für den ersten Sommermonat aufgestellt wurde.
Diese Temperaturanomalien gingen mit einem erheblichen Niederschlagsdefizit einher. Im Laufe des Monats fielen 59,5 Liter Wasser pro Quadratmeter, verglichen mit dem Normalwert von 73 Litern. Gleichzeitig gab es einen Überschuss an Sonnenschein – 263,3 Stunden, was etwa 22 Stunden über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Damit führte der Juni 2026 die Liste der heißesten Junimonate an, übertraf die Werte von 2003, 2023, 2019 und 1976 und signalisierte eine weitere Verfestigung des Trends zu extremen Temperaturanstiegen im Frühsommer.





