Luxemburg strebt ein Gleichgewicht zwischen Wassereinsparung und dem Erhalt seiner Stadtparks an

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Angesichts der bevorstehenden neuen Hitzewelle haben die luxemburgischen Behörden die Einwohner erneut dazu aufgefordert, Wasser zu sparen, und ihnen geraten, auf das Autowaschen und das Bewässern ihrer privaten Rasenflächen zu verzichten. Gleichzeitig bewässern die städtischen Dienste weiterhin gezielt Blumenbeete und kürzlich gepflanzte Bäume in der gesamten Hauptstadt. Wie Yann Thill, Leiter der städtischen Parkverwaltung, erklärt, kann die Stadt nicht absolut alle Grünflächen mit Wasser versorgen; ein vollständiger Verzicht auf die Pflege von Jungpflanzen und Zierpflanzen würde jedoch zu deren Absterben führen. Der Ersatz verwelkter Pflanzen würde zusätzliche Ressourcen erfordern, weshalb ein vollständiger Verzicht auf die Bewässerung nicht praktikabel ist.
Als seltene Ausnahme wird Trinkwasser nach wie vor zur Pflege des Rosengartens im Stadtpark neben dem Denkmal für Prinzessin Amélie verwendet. Die Stadtverwaltung ist jedoch bestrebt, solche Praktiken auf ein Minimum zu reduzieren. In verschiedenen Teilen der Hauptstadt werden bereits Infrastruktursysteme eingerichtet, um das ganze Jahr über Regenwasser zu sammeln und weiterzuverwenden. Unterdessen wurden große Freiflächen wie der Merl-Park und der Kinnekswiss im Edouard-André-Stadtpark nicht mehr bewässert und sind nun deutlich verblasst. Viele Besucher sehen das verdorrte Gras pragmatisch und merken an, dass bei heißem Wetter große Bäume und Schatten Vorrang vor der Erhaltung grüner Rasenflächen haben.
Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Städten hat Luxemburg keine Pläne, seine Springbrunnen bei hohen Temperaturen abzuschalten. Die Wasserspiele, die sich insbesondere auf der Place Guillaume II befinden, tragen dazu bei, die Temperaturen in öffentlichen Freiflächen lokal zu senken, und bieten den Einwohnern die Möglichkeit, sich abzukühlen. Langfristig beabsichtigt die Parkverwaltung, die über 240 Mitarbeiter beschäftigt, neue Bewässerungstechnologien einzuführen und die städtischen Räume systematisch an ein wärmeres Klima anzupassen. Diese Strategie umfasst eine Überprüfung der Bepflanzung sowie die großflächige Anpflanzung von Stauden und Bäumen mit erhöhter natürlicher Trockenresistenz.





