Luxemburgs Bürgermeister schlüpften für einen Abend in die Rolle von Kellnern

yuya kitada, Unsplash
Im Rahmen des „Bürgermeistertages“, der traditionell auf der Schueberfouer in Luxemburg-Stadt stattfindet, tauschten 54 Bürgermeister ihre offiziellen Aufgaben gegen Tätigkeiten im Dienstleistungssektor ein. Die Politiker zogen sich Schürzen an und arbeiteten als Kellner, um den Gästen an den Imbissständen auf dem Festgelände Speisen und Getränke zu servieren. Das Hauptziel dieser Initiative war es, Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln.
Allerdings verlief das Erlernen eines neuen Handwerks nicht bei allen reibungslos. So erzählte beispielsweise Fred Ternes, Bürgermeister der Gemeinde Niederanven, scherzhaft, wie er mit einem Teller Filet dastehen blieb, nachdem er festgestellt hatte, dass niemand am richtigen Tisch saß. Der luxemburgische Wirtschaftsminister Lex Delles, der als Gast an der Veranstaltung teilnahm, merkte seinerseits an, dass ihn die Erfahrungen der Vergangenheit gelehrt hätten, beim Servieren auf alle möglichen Pannen vorbereitet zu sein. Dem Minister zufolge war er umsichtig genug gewesen, keine frisch gewaschene Hose zu tragen, um Probleme durch verschüttete Getränke oder Speisen zu vermeiden.
Unterdessen servierte die Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt, Lydie Polfer, souverän Speisen und posierte für Fotos, wobei sie auf ihre langjährige Erfahrung bei der Teilnahme an dieser Veranstaltung zurückgreifen konnte. Für sie hatte die diesjährige Veranstaltung aufgrund der Abwesenheit der kürzlich verstorbenen Colette Flesch – der ersten Bürgermeisterin der luxemburgischen Hauptstadt – eine besondere persönliche Bedeutung. Lydie Polfer betonte, dass sie die Messe viele Jahre lang traditionell gemeinsam mit ihrer ehemaligen Kollegin und gemeinsamen Freunden besucht hätten, weshalb sie beabsichtige, diese Tradition in ihrem Gedenken fortzuführen.





