Das Dreiertreffen brachte Ergebnisse

Source: Luc Frieden Facebook page
Nach drei Tagen intensiver Dreierverhandlungen gab der luxemburgische Premierminister Luc Frieden bekannt, dass zwischen der Regierung, den Arbeitgebern und den Gewerkschaften Grundsatzvereinbarungen erzielt worden seien. Dem Premierminister zufolge waren von allen Seiten Kompromisse erforderlich, um diese Ergebnisse zu erzielen. Die Hauptziele des verabschiedeten Plans sind die Stärkung der Kaufkraft der Bevölkerung, der Erhalt von Arbeitsplätzen und die Unterstützung der Energiewende.
Um die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen zu verringern, wird die Regierung Preisobergrenzen für wichtige Energieträger wie Diesel, Benzin, Strom und Heizöl festlegen. Gleichzeitig wird derzeit eine ähnliche Maßnahme für Erdgas geprüft. Darüber hinaus wird ab dem 1. Juni ein neuer befristeter Steuerabzug eingeführt, dessen finanzieller Umfang einer planmäßigen Lohnindexierung entspricht.
Die Vereinbarung legt besonderen Wert auf eine gezielte Unterstützung von Menschen mit geringem Einkommen. Dank neuer Steuererleichterungen wird der Nettomindestlohn weiter angehoben: Jeder Arbeitnehmer, der den Mindestlohn erhält, bekommt zusätzlich 200 € netto pro Monat. Diese Maßnahme gilt bis zum 1. Juli 2027, wobei der Großteil der Erhöhungen bereits am 1. Januar 2027 in Kraft treten wird.
Neben der sozialen Absicherung der Bürger hat die Regierung ein Hilfspaket für Unternehmen aufgelegt, die von internationalen Krisen betroffen sind, sowie für Betriebe im Logistik- und Agrarsektor. Zu den beschlossenen befristeten Umweltinitiativen gehören staatliche Fördermittel für die Installation von Wärmepumpen und die Einführung eines Sozialleasing-Programms, das einkommensschwachen Haushalten den Kauf von Elektrofahrzeugen erleichtern soll.
OGBL-Präsidentin Nora Back bezeichnete die erzielten Vereinbarungen als Durchbruch. Sie betonte, dass es den Parteien gelungen sei, den sozialen Dialog wieder in Gang zu bringen und den Verhandlungsprozess wieder aufzunehmen.
Bei der Bewertung der finanziellen Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen erklärte Luke Frieden, dass die Umsetzung des Maßnahmenpakets den Haushalt über einen Zeitraum von zwei Jahren mit rund 450 Millionen Euro belasten würde. Der Ministerpräsident betonte jedoch, dass die Regierung zur Finanzierung dieser Initiativen keine zusätzlichen Steuern einführen werde.





