Die Kröten Luxemburgs sind in Gefahr

Li Lin, Unsplash
Mit dem Einsetzen der ersten warmen und feuchten Nächte in Luxemburg hat sich die Massenwanderung der Amphibien verstärkt. Kröten, Frösche und Molche verlassen ihre Winterquartiere und begeben sich zu Gewässern, um sich fortzupflanzen, wobei sie Entfernungen von bis zu zwei Kilometern zurücklegen. Die Organisation natur&ëmwelt warnt davor, dass in dieser Zeit der Straßenverkehr zur Haupttodesursache für erwachsene Tiere wird. Laut der Biologin Lieke Mevis werden etwa 30 % der wandernden Population auf Straßen mit mäßigem Verkehrsaufkommen getötet.
Studien zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen der Überlebensrate von Tieren und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h haben Amphibien eine um 80 % höhere Überlebenschance als bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Dies liegt nicht nur daran, dass der Fahrer das Tier rechtzeitig erkennen kann, sondern auch an der Verringerung von Luftströmungen und Vibrationen, die kleine Tiere häufig verletzen. Erschwerend kommt hinzu, dass es im Land praktisch keine Spezialisten gibt, die verletzte Amphibien tierärztlich versorgen können.
Es gibt verschiedene Methoden, um die Artenvielfalt an wichtigen Migrationspunkten zu schützen:
Schutzbarrieren und Freiwillige
Kröten-Tunnel
Digitale Überwachung
Biologen betonen die entscheidende Bedeutung von Kröten für das Ökosystem: Ausgewachsene Kröten kontrollieren die Insektenpopulationen und sind selbst ein wichtiger Bestandteil der Ernährung vieler Vögel und Säugetiere. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik (Statec) für das Jahr 2025 ist der Zustand der biologischen Vielfalt im Großherzogtum nach wie vor unbefriedigend, sodass jedes einzelne zwischen jetzt und Ende April gerettete Tier für den Erhalt der Population von entscheidender Bedeutung ist.





