Die jährliche Inflationsrate in Luxemburg lag bei 2,2 Prozent

Frank van Hulst, Unsplash
Im August lag die jährliche Inflationsrate in Luxemburg den dritten Monat in Folge bei 2,2 Prozent. Die Energiepreise sind nach wie vor der Hauptfaktor und liegen um 5,8 Prozent höher als im August 2025. Im Vergleich zum Vormonat verzeichnete der Energiesektor jedoch insgesamt einen Rückgang von 2 Prozent. Dieser Trend war das Ergebnis staatlicher Maßnahmen, die im Rahmen der Dreiparteien-Koordinierungskommission beschlossen wurden. Dank ihrer Umsetzung sanken die Strom- und Gastarife im Monatsvergleich um 13,9 Prozent bzw. 14,3 Prozent. Dieser Effekt wurde jedoch teilweise durch steigende Kraftstoffpreise ausgeglichen: Diesel verteuerte sich im Monatsvergleich um 12,3 Prozent, während Benzin um 0,8 Prozent zulegte. Auch der Preis für Heizöl stieg um 5,2 Prozent, trotz einer zuvor vereinbarten Senkung um 15 Cent pro Kubikmeter.
Das Ende der Sommer-Schlussverkaufssaison führte zu einem Preisanstieg bei Bekleidung und Schuhen um 17,2 Prozent im Vergleich zum Juli. Dies trug zu einem Gesamtpreisanstieg bei den nicht-energetischen Industriegütern von 3,1 Prozent im Monatsvergleich und 1,1 Prozent im Jahresvergleich bei. Auch der Lebensmittelsektor verzeichnet ein Wachstum: Die Lebensmittelpreise stiegen im Jahresvergleich um 1,6 Prozent. Die deutlichsten Preisanstiege waren bei Gemüse (plus 12,5 Prozent), Tiefkühlobst (plus 6,3 Prozent) und Schokolade (plus 5,6 Prozent) zu verzeichnen. Gleichzeitig sind Obst, Pflanzenöle und Zitrusfrüchte günstiger als vor einem Jahr.
Im Dienstleistungssektor stieg die Preisinflationsrate von 2,4 Prozent im Juli auf 2,6 Prozent im August. Nach Angaben des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsforschung (Statec) war der Hauptgrund dafür ein Anstieg der Gebühren für Kindertagesstätten und Nachmittagsbetreuung um 1,8 Prozent.
Der anhaltende Inflationsdruck wirkt sich unmittelbar auf den automatischen Lohnindexierungsmechanismus aus, der die Haushaltseinkommen an die steigenden Lebenshaltungskosten anpasst. Der durchschnittliche Indexwert für das Halbjahr stieg um fast fünf Punkte und erreichte 1.054,27. Offiziellen Prognosen zufolge wird die Schwelle von 1.064,75 Punkten im zweiten Quartal 2027 überschritten, was automatisch die nächste Runde von Lohnerhöhungen im Land auslösen wird.





