90 % der Luxemburger sind zu Online-Diensten gewechselt.

rupixen, Unsplash
Laut aktuellen Eurostat-Daten für 2025 hat die Nutzung von E-Government in der Europäischen Union einen bedeutenden Meilenstein erreicht: 72 % der Bürger im Alter von 16 bis 74 Jahren haben in den letzten 12 Monaten über das Internet mit Behörden interagiert. Dieser Trend spiegelt das Engagement der EU-Länder für das Programm „Digital Decade“ wider, das darauf abzielt, bis 2030 einen 100-prozentigen Zugang zu wichtigen öffentlichen Dienstleistungen online zu gewährleisten.
Die Verteilung der Nutzeraktivitäten nach Dienstleistungsart sieht wie folgt aus:
- 48 % der Nutzer suchten nach Informationen zu Steuern, staatlichen Leistungen, Gesundheitswesen oder Schulen.
- 42 % der Bürger nutzten das Internet, um offizielle Formulare und Vorlagen herunterzuladen.
- 38 % der Befragten haben offizielle Bescheinigungen oder Dokumente über Online-Plattformen angefordert.
- 37 % der EU-Bürger haben digitale Dienste genutzt, um Termine (z. B. in Gesundheitseinrichtungen) zu vereinbaren.
Die geografische Aufschlüsselung zeigt, dass die nördlichen Länder weit vorne liegen. In Dänemark und Finnland liegt die Nutzung von E-Government bei 98 % bzw. 95 %. In Schweden erreicht dieser Wert 92 % und in Luxemburg 91 %. Gleichzeitig weisen einige Länder in Süd- und Osteuropa unterdurchschnittliche Ergebnisse auf: In Rumänien nutzen nur 29 % der Bürger digitale Dienste, in Bulgarien 40 % und in Deutschland 57 %.
Parallel zur Entwicklung öffentlicher Dienste in der EU nehmen auch andere digitale Kompetenzen zu. So nutzen beispielsweise 66 % der jungen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren bereits Technologien der künstlichen Intelligenz, und 76 % der Internetnutzer ergreifen aktive Maßnahmen zum Schutz ihrer personenbezogenen Daten im Internet. Gleichzeitig hat mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen (53 %) kostenpflichtige Cloud-Dienste in ihre Arbeit integriert.





