Die Gasspeicher in Luxemburg sind fast voll

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Die Befüllung der europäischen Gasspeicher schreitet stetig voran. Auf eine parlamentarische Anfrage des Europaabgeordneten Georges Engel hin erklärte der luxemburgische Wirtschaftsminister Lex Delles, dass das Ziel der Europäischen Union, die Speicher zu 80 Prozent zu füllen, schrittweise erreicht werde. Laut Euronews liegt dieser Wert derzeit bei 64,7 Prozent. Gleichzeitig weist die Situation in Luxemburg einige Besonderheiten auf. Aufgrund geologischer Gegebenheiten verfügt das Land nicht über eigene unterirdische Gasspeicher, weshalb die Regierung ihre Energieverpflichtungen durch die Nutzung von Infrastruktur außerhalb des Landes erfüllt.
Gemäß den geltenden Vorschriften ist Luxemburg verpflichtet, bis zum 1. November 2026 eine Reserve in Höhe von 15 Prozent des durchschnittlichen nationalen Verbrauchs der letzten fünf Jahre aufzubauen. Derzeit hat das Land nach Angaben der Lieferanten bereits 90 Prozent dieser erforderlichen Menge gesichert. Dennoch räumte Lex Delles ein, dass die globalen Energiemärkte unter erheblichem Druck stehen. Insbesondere überschritt der Referenzgaspreis in Europa am Montag 70 Euro pro Megawattstunde – den höchsten Stand seit Januar 2023. Solche Entwicklungen zwingen einige Marktteilnehmer dazu, ihre Einkäufe zu verschieben.
Die komplexe geopolitische Lage, einschließlich des Konflikts im Nahen Osten, sorgt weiterhin für hohe Preise. Die aktuelle Situation ist jedoch nicht mit den extremen Marktschwankungen vor vier Jahren vergleichbar. Ein entscheidender Faktor für die Stabilisierung und Anpassung war ein struktureller Rückgang der Nachfrage: Dank Energiesparempfehlungen für Haushalte und Unternehmen ist der Gasverbrauch seit 2021 EU-weit um 16 Prozent und in Luxemburg selbst um 20 Prozent gesunken.





