Das Land und neun Kommunen gründen einen neuen Verkehrsverbund

Getty Images
Am 10. November 2025 unterzeichnete Luxemburg eine wichtige Vereinbarung mit den neun Gemeinden des Südkantons Esch-sur-Alzette, die den Grundstein für eine langfristige Reform des öffentlichen Verkehrs legt. Die Vereinbarung über die Finanzierung und den Betrieb der TICE-Verkehrsdienste legt eine Strategie bis 2036 fest, in der das bestehende interkommunale Konsortium bis 2027 in ein gemischtes Konsortium mit paritätischer Beteiligung des Staates und der Gemeinden umgewandelt wird.
Das Projekt umfasst die Gemeinden Dudelange, Differdange, Pétange, Esch-sur-Alzette, Käerjeng, Kayl, Rumelange, Schifflange und Sanem. Sie alle gehören zu einer der am dichtesten besiedelten und am stärksten industrialisierten Regionen des Landes.
Gemäß der unterzeichneten Vereinbarung ist die Finanzierung bis 2036 gesichert, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Der Staat wird mehr als 700 Millionen Euro in das Projekt investieren, während die neun Gemeinden bis zu 150 Millionen Euro investieren werden. Diese Mittel werden für die Instandhaltung und den Ausbau des Busnetzes in der Region, die Modernisierung des rollenden Materials, die Digitalisierung der Dienste und die Erhöhung der Frequenz der Linien verwendet.
Der Regierungsrat hat bereits die erste Phase des Gesetzgebungsverfahrens, den Entwurf eines Gesetzes über die Finanzierung der Busdienste in neun Gemeinden, gebilligt. Die zweite Phase (Schaffung einer neuen Organisationsstruktur) ist in Vorbereitung.
Die Umwandlung in ein gemischtes Syndikat ist ein wichtiger Schritt. Sie bedeutet eine paritätische Vertretung des Staates und der Gemeinden in den Leitungsgremien und zielt auf eine koordinierte Verkehrspolitik im Süden des Landes ab. Dieses Format wird es ermöglichen, die Strecken effizienter zu koordinieren, intermodale Verbindungen anzubieten und die Bedürfnisse einer Region zu berücksichtigen, die bereits mit verkehrs- und umweltpolitischen Herausforderungen konfrontiert ist.





