Luxemburg beschleunigt den Erwerb von bezahlbarem Wohnraum

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Luxemburg investiert weiterhin stark in den Markt für erschwinglichen Wohnraum und nutzt dabei den VEFA-Mechanismus (vente en état futur d'achèvement) - den Erwerb von Immobilien während der Bauphase. Die jüngste Transaktion ist der Kauf von 80 Wohnungen des IDESYA-Projekts durch den Bauträger Eiffage Real Estate - Perrard in Esch-Belval für einen Betrag von 49 225 200,22 €. Die Immobilie soll bis Ende 2028 fertiggestellt werden.
Dieses Projekt befindet sich in einem strategisch wichtigen Gebiet - im Süden des Landes, in der Nähe wichtiger Infrastrukturen, Verkehrsmittel und grundlegender Dienstleistungen - und steht in vollem Einklang mit den Zielen des Programms für Raumentwicklung (PDAT). Es verdeutlicht die Priorität der Behörden, neuen Wohnraum dort zu konzentrieren, wo er am dringendsten benötigt wird und effektiv in die städtische Infrastruktur integriert werden kann.
Das VEFA-Programm erstreckt sich über den Zeitraum 2024-2027 und umfasst den Erwerb von rund 800 Wohnungen im Gesamtwert von 480 Millionen Euro. Es ermöglicht nicht nur eine rasche Aufstockung des öffentlichen Wohnungsbestands, sondern auch die Belebung des Marktes für Neubauten, wobei die Kontrolle über deren soziale Ausrichtung erhalten bleibt.
Seit heute schon:
- Kauf von 328 Immobilien im Wert von rund 200 Millionen Euro
- Es wurden Reservierungsverträge für weitere 157 Wohnungen unterzeichnet, was einem zusätzlichen Betrag von 106 Millionen Euro entspricht.
Somit wurden bereits mehr als 60 % des Programmbudgets verwendet, was auf eine hohe Durchführungsrate hindeutet.
VEFA ist nicht nur ein wirtschaftliches Instrument, sondern auch ein politisches Statement: Der Staat gibt die Rolle des passiven Beobachters auf dem Immobilienmarkt auf und wird zum aktiven Teilnehmer, der Einfluss auf das Angebot, die Preise und die Struktur von Wohnraum nimmt. Dies ist besonders wichtig in einem Kontext, in dem die Erschwinglichkeit von Immobilien in Luxemburg eines der drängendsten sozialen Probleme bleibt.





