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Luxtoday

Wie zwei Auswanderer ein System zum Schutz vor Wohnungsbetrug entwickelt haben

Zuletzt aktualisiert
13.08.26
Service for roommates in Luxembourg

Anita Monteiro, Unsplash

Der Umzug nach Luxemburg stellt junge Berufseinsteiger vor erhebliche finanzielle und organisatorische Herausforderungen. Aufgrund hoher Mieten, Maklergebühren und strenger Anforderungen der Vermieter hinsichtlich finanzieller Sicherheiten sind viele Expats gezwungen, nach Wohngemeinschaften zu suchen, die als „Co-Living“ bezeichnet werden – eine Mietform, bei der sich die Mieter Gemeinschaftsräume teilen, während sie ihren persönlichen Freiraum bewahren. Doch auch in diesem Bereich sind die Preise nach wie vor hoch, sodass die Wohnungssuche oft über soziale Medien erfolgt. Da Mieter nach der Unterzeichnung ihres Arbeitsvertrags in der Regel unter erheblichem Zeitdruck stehen, macht diese Eile sie anfällig für Online-Betrüger und betrügerische Anzeigen, die das Internet überschwemmen.

Genau aus diesem Grund haben Javier Geisseler und Salvador Reynés Mitte 2024 die Plattform „Roomie Radar“ ins Leben gerufen. Das Projekt fungiert als Filter, um betrügerische Angebote auszusortieren und Transparenz im Vermietungsprozess zu gewährleisten, wodurch neu angekommene Berufstätige vor Betrug geschützt werden. Fast zwei Jahre nach dem Start zählt die Plattform über 1.500 Nutzer und verwaltet einen Pool von 260 verifizierten Angeboten. Dieses Wachstum wird durch Partnerschaften mit lokalen Vermietern und Co-Living-Unternehmen vorangetrieben, die eine feste Provision zahlen, um ihre Immobilien auf der Website einzustellen. Gleichzeitig bleibt der Service für Mieter völlig kostenlos. Wie Javier Geisseler betont: „Die Menschen haben es ohnehin schon schwer, eine Unterkunft zu finden; wir wollen ihnen keine zusätzlichen Kosten auferlegen.“

Die Bekämpfung betrügerischer Machenschaften hat für das Team höchste Priorität. Um die Veröffentlichung gefälschter Inserate zu verhindern, begutachten die Gründer die zu vermietenden Zimmer persönlich und überprüfen die Profile der Registrierenden. Gleichzeitig ist der Moderationsprozess mit erheblichem Aufwand verbunden, da die Gründer das Projekt neben ihren Vollzeitberufen betreuen. Derzeit ist nicht geplant, zusätzliches Personal einzustellen, da alle Gewinne in die weitere technische Entwicklung der Plattform reinvestiert werden.

Darüber hinaus ist das Start-up bereits auf dem belgischen Markt vertreten und listet aktuelle Angebote in Brüssel, Lüttich und Antwerpen; derzeit führt es Gespräche mit potenziellen Partnern in Norwegen. Mit Blick auf die Zukunft planen die Gründer, auf dem ihnen vertrauten spanischen Markt Fuß zu fassen, wobei Luxemburg weiterhin oberste Priorität hat. Letztendlich wollen die Macher von Roomie Radar ihr Projekt zur führenden Plattform für Zimmervermietungen in ganz Europa ausbauen.

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Zuletzt aktualisiert
13.08.26

Fotos aus diesen Quellen: Anita Monteiro, Unsplash

Autoren: Alex Mort