Gewalt in Luxemburgs öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt ein Problem

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Neue Daten, die diese Woche veröffentlicht wurden, bestätigen den Trend, der erstmals im Juni in der parlamentarischen Antwort der Regierung festgestellt wurde: Die Gewalt in Luxemburgs öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt weiter zu. Die Minister Yuriko Backes, Elisabeth Margue und Léon Gloden berichteten von einem weiteren Anstieg der Vorfälle in allen Verkehrsmitteln.
Laut einer zentralen Datenbank der CFL, in die die Betreiber Informationen eingeben, wurden im Jahr 2025 mehr als 1.100 Fälle von Aggressionen in den Netzen der CFL, AVL, TICE, Luxtram und RGTR registriert. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2024 1.015 solcher Vorfälle. Diese Zahlen wurden den CSV-Abgeordneten Laurent Mosar und Maurice Bauer vorgelegt, die die parlamentarische Untersuchung initiiert hatten.
Der Schienenverkehr bleibt das problematischste Segment. Im Laufe eines Jahres wurden 655 Vorfälle in Zügen registriert – deutlich mehr als in jedem anderen Verkehrsmittel. Die häufigste Form der Aggression ist hier verbale Gewalt: Die CFL verzeichnete 286 solcher Fälle. Auch körperliche Gewalt kommt in Zügen häufiger vor – 93 Vorfälle, von denen etwa 60 zu Verletzungen von Fahrgästen oder Personal führten. Im Vergleich dazu gab es in allen anderen Verkehrsnetzen zusammen nur 18 Vorfälle mit Verletzungen.
Das Thema sexuelle Belästigung sticht besonders hervor. Von den 58 im Jahr 2025 gemeldeten Fällen ereigneten sich 54 in der Bahn, was auf eine deutliche Konzentration dieser Art von Straftaten in Zügen hindeutet. Darüber hinaus meldete die CFL 46 Drohungen, darunter 11 Fälle, in denen Gegenstände verwendet wurden, die als Waffen angesehen werden könnten.
Auch die Busse in Luxemburg sind von den zunehmenden Spannungen betroffen. Das Stadtnetz AVL verzeichnete 193 Vorfälle, wobei die Fahrer die Hauptzielscheibe der Aggressionen waren. In Bezug auf das Ausmaß und die Schwere der Folgen liegen die Busnetze jedoch weiterhin hinter dem Schienenverkehr zurück.
Vor diesem Hintergrund haben die Behörden strengere Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Nach Angaben der Minister verstärken die Betreiber die Präsenz von Personal und Sicherheitsdiensten vor Ort. Die CFL hat bereits einen speziellen Aktionsplan umgesetzt, der sich auf Prävention und die sichtbare Präsenz von Sicherheitspersonal konzentriert. Die Regierung betont, dass dieser Ansatz auch auf andere Verkehrsnetze übertragen werden kann.





