Echternach blickt auf eine reiche Geschichte zurück

Source: Visit Luxembourg
Der in den 1970er Jahren angelegte Stausee bei Echternach erstreckt sich über eine Fläche von rund 27 Hektar, von denen derzeit ein Hektar als Badestelle ausgewiesen ist. Laut Stadtrat Ben Scheuer von der LSAP wurde die offizielle Genehmigung zum Schwimmen jedoch erst fast sieben Jahre nach Abschluss der Hauptbauarbeiten erteilt. Ursprünglich wurde der See – mit einer maximalen Tiefe von rund zwei Metern und praktisch ohne Strömung – vor allem für das Rudertraining genutzt.
Gleichzeitig führten die geringe Tiefe und das stehende Wasser zu besonderen Wartungsproblemen. Im Laufe der Zeit begann sich der See aufgrund von Überschwemmungen, zufließenden Bächen und den Ausscheidungen von Fischen und Vögeln mit Wasser zu füllen und zu verschlammen. Um das Sediment vom Seegrund zu entfernen, musste die Kommunalverwaltung ein spezialisiertes niederländisches Unternehmen beauftragen. Das ausgebaggerte Sediment wird nach wie vor auf dem angrenzenden Gelände gelagert, und die Frage nach seiner langfristigen Entsorgung ist noch ungeklärt. Dies verdeutlicht, dass ein künstliches Gewässer nicht nur betrieben, sondern auch ständig technisch überwacht werden muss.
Die historische Bedeutung der Stätte wurde 1975 bei umfangreichen Erdarbeiten zur Anlage des Sees festgestellt. Die Bauarbeiter entdeckten die Ruinen einer römischen Villa, die als eines der größten und prächtigsten Landgüter des Römischen Reiches nördlich der Alpen gilt. Heute ist die archäologische Stätte mit ihren erhaltenen Fundamenten, Reliefs und Mosaiken für die Öffentlichkeit zugänglich und bildet einen starken Kontrast zu den modernen Erholungsgebieten, die zum Picknicken einladen.
Auch das jährliche Sommermusikfestival „e-Lake“ ist mittlerweile fester Bestandteil der jüngeren Geschichte des Sees geworden. Mehrere Tage lang verwandelt die Veranstaltung das Seeufer und zieht nicht nur Anwohner, die mit ihren Familien spazieren gehen, und Angler an, sondern auch eine beträchtliche Anzahl junger Menschen aus anderen Regionen. Laut Ben Scheuer, der jedes Jahr persönlich am Festival teilnimmt, trägt diese Veranstaltung dazu bei, ein völlig neues Publikum in die Stadt zu locken und den Touristenstrom zu diversifizieren.





