Künstliche Intelligenz, Wein und musikalische Meditationen in Remerschen

Marius Masalar, Unslash
Das in Luxemburg ansässige Ensemble für zeitgenössische Musik „United Instruments of Lucilin“ hat das Programm für die Abschlussveranstaltung des Festivals „Musique+“ 2026 bekannt gegeben. Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 12. Juli, in der Valentiny-Stiftung in der Gemeinde Remerschen statt und verwandelt den Ausstellungsraum in ein interdisziplinäres Kreativlabor. Das Hauptziel der Organisatoren ist es, zu zeigen, wie Musik mit Technologie, Bewegung, Landschaft und Architektur interagiert und dabei über das traditionelle Konzertformat hinausgeht.
Die Veranstaltung beginnt mit einem musikalischen Rundgang unter dem Titel „Route du son“, bei dem drei Weltpremieren zu hören sein werden. Den Auftakt bildet ein Gemeinschaftsprojekt der Komponistin Catherine Kontz und der Choreografin Elisabeth Schilling, das Musik und Tanz miteinander verbindet. Anschließend folgt ein neues Werk von Ivan Boumans, das sich mit dem philosophischen Konzept der Zeit auseinandersetzt. Der Rundgang endet auf dem Weingut Domaine Sunnen-Hoffmann, wo den Teilnehmern ein synästhetisches Erlebnis geboten wird, bei dem eine Weinprobe mit einer musikalischen Komposition von Núria Bonet kombiniert wird.
Das Tagesprogramm des Festivals konzentriert sich auf Innovation und experimentelle Formate. Im Rahmen einer speziellen Podiumsdiskussion werden Experten und Musiker die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Komposition sowie die Synergie zwischen technologischem Fortschritt und künstlerischem Selbstausdruck erörtern. Anschließend präsentiert das belgische Centre Henri Pousseur, das sich auf hybride Musikgenres spezialisiert hat, sein elektroakustisches Programm. Unmittelbar danach können die Besucher mit der kinetischen Klangskulptur GRAVITON interagieren, die in Zusammenarbeit mit dem Architekten Nico Steinmetz und dem Workshop für zeitgenössische Musik des Konservatoriums der Stadt Luxemburg entstanden ist.
Das Festival endet mit einer immersiven Performance mit dem Titel *A Practice of Listening*, die vom Posaunisten Daniel Serafini konzipiert wurde. Das Projekt basiert auf dem Konzept des „Deep Listening“, das Klangmeditation mit aktiver Wahrnehmung verbindet, wobei das Publikum zu einem vollwertigen Mitgestalter des aufgeführten Stücks wird. Die Veranstaltung findet von 11:00 bis 18:00 Uhr statt; eine Einzelkarte kostet 25 Euro, einschließlich der Teilnahme an der Verkostung.





