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Luxtoday

In den letzten zwei Jahren hat das Marga-Zentrum 40 Frauen gerettet

Zuletzt aktualisiert
31.08.26
Women addicts in Luxembourg

Getty Images

Vor rund zwei Jahren eröffnete das Nationale Komitee für Sozialschutz (CNDS) in Neudorf das Zentrum „Marga“ – die landesweit einzige spezialisierte Tagesstätte für Frauen mit Substanzabhängigkeit. Das Zentrum wird ausschließlich ehrenamtlich betrieben und bietet den Besucherinnen die Möglichkeit, wieder einen Teil ihres normalen Alltags aufzubauen, Mahlzeiten zuzubereiten, ihre Wäsche zu waschen und Unterstützung von Fachkräften zu erhalten. Der Standort des Zentrums wurde nicht zufällig gewählt: Im Gegensatz zu den meisten anderen sozialen Einrichtungen gibt es in der Umgebung keine Straßendealer.

Obwohl die Einrichtung offiziell als überwachte Injektionsstelle ausgewiesen ist, stellt Koordinatorin Christine Seiwert fest, dass diese Funktion in den Hintergrund getreten ist. In den letzten anderthalb Jahren wurde hier nur 25 bis 30 Mal der Konsum von injizierbaren Drogen verzeichnet. Für die meisten Nutzerinnen, deren Alter von jungen Mädchen bis zu Frauen über 70 reicht, hat die körperliche Sicherheit oberste Priorität. Laut Natascha, einer 24-jährigen Besucherin, ist das Schlafen auf der Straße ständig mit der Gefahr von Diebstahl und sexueller Belästigung verbunden, während die Frauen in der Einrichtung die seltene Gelegenheit haben, eine ruhige Nacht zu verbringen, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen.

Seit der Eröffnung des Zentrums haben rund 40 Frauen regelmäßig dessen Angebote in Anspruch genommen. Einigen von ihnen, darunter auch Natascha, hat die Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen dabei geholfen, den Drogenkonsum vollständig einzustellen, eine eigene Unterkunft zu finden und sich auf eine Rehabilitationstherapie vorzubereiten. Die Krankenschwester Lena Toepler betont jedoch, dass der Prozess der sozialen Wiedereingliederung Zeit braucht und den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen erfordert sowie die Akzeptanz der Möglichkeit, dass sich der Zustand einer Patientin vor dem Einsetzen einer Remission zunächst verschlechtern kann. Die Einrichtung ist derzeit von 07:15 bis 14:45 Uhr geöffnet, doch die hohe Nachfrage nach ihren Dienstleistungen veranlasst die Leitung dazu, die Umstellung auf einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Erwägung zu ziehen. Das luxemburgische Gesundheitsministerium hat erklärt, dass es den Bedarf des Systems ständig überwacht, obwohl ein Rund-um-die-Uhr-Betrieb der Einrichtung noch nicht offiziell geplant ist.

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31.08.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort