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Luxtoday

Droht in Luxemburg eine Benzinknappheit?

Zuletzt aktualisiert
19.08.26
Fuel in Luxembourg

Getty Images

Das luxemburgische Wirtschaftsministerium hat Autofahrer offiziell vor möglichen punktuellen Störungen und Verzögerungen bei der Kraftstoffversorgung von Tankstellen gewarnt. In einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung wurde die Lage auf dem nationalen Markt für Erdölprodukte als „angespannt“ beschrieben. Das Ministerium betont jedoch, dass die Energieversorgung des Landes insgesamt weiterhin zuverlässig sei.

Luxemburg stützt sich traditionell auf ein kombiniertes Verkehrsnetz aus Binnenschiffen, Zügen und Lastkraftwagen. In den letzten Wochen waren jedoch alle drei Glieder dieser Kette mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Zum einen hat eine anhaltende Dürre zu einem Absinken der Wasserstände im Rhein und in der Mosel geführt, wodurch sich die Menge an Kraftstoff, die sicher per Binnenschiff transportiert werden kann, erheblich verringert hat. Infolgedessen waren die Lieferanten gezwungen, ihre Routen kurzfristig anzupassen, um den unterbrechungsfreien Betrieb der Tankstellen sicherzustellen.

Gleichzeitig wird sich die logistische Lage nächste Woche aufgrund des Beginns von Instandhaltungsarbeiten an der Bahnstrecke Luxemburg–Wasserbillig–Trier noch weiter verschärfen. Die Sperrung dieser Strecke wird den Zugang zum Hafen von Mertert, einem wichtigen Knotenpunkt für den Transport von Erdölprodukten, vorübergehend blockieren, was zwangsläufig zu einer zusätzlichen Belastung anderer Verkehrsträger führen wird. Zudem werden die Lieferungen durch großflächige Waldbrände in der Region Hohes Venn in Belgien behindert. Wie in der Erklärung des Ministeriums erwähnt, hat die teilweise Sperrung des Albert-Kanals (Albert Canal) zur Erleichterung von Rettungseinsätzen die Lieferungen per Binnenschiff nach Lüttich – einem wichtigen Versorgungsstandort für viele luxemburgische Kraftstoffimporteure – unterbrochen. Seit Montag wird von Verzögerungen auf dieser Strecke berichtet.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen hat das Wirtschaftsministerium erklärt, dass es die Lage genau beobachtet, und zu einer besseren Abstimmung zwischen allen beteiligten Unternehmen und Betreibern entlang der Lieferkette aufgerufen. Obwohl die Energiesicherheit Luxemburgs derzeit vollständig gewährleistet ist, räumt die Regierung ein, dass angesichts der außergewöhnlichen Umstände lokale Kraftstoffengpässe an einzelnen Tankstellen nicht gänzlich ausgeschlossen werden können.

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19.08.26

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex Mort