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Vater, der seinen Sohn in Pétange getötet hat, zu lebenslanger Haft verurteilt

Zuletzt aktualisiert
03.04.25
Knife murder in Luxembourg

Getty Images

Am Donnerstag, den 4. April 2025, verhängte das Luxemburger Strafgericht eines der härtesten Urteile in der modernen Rechtsprechung des Landes: Ein 74-jähriger Mann namens André wurde des Mordes an seinem Sohn David für schuldig befunden und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Die Anhörung fand in einem fast leeren Saal statt: Der Verurteilte, der sich seit der Tragödie in Untersuchungshaft befindet, wurde nicht vor Gericht gebracht - in der letzten Sitzung der vorangegangenen Phase des Prozesses hatte er versucht, sich direkt im Saal das Leben zu nehmen, indem er sich mit einer zuvor versteckten Klinge eine Wunde am Hals zufügte.

Das Verbrechen ereignete sich am 29. November 2022 gegen 5 Uhr morgens in Pétange. Ein Mann rammte seinem Sohn mitten auf der Straße ein Messer in die Brust. Den Ermittlungen zufolge war der Mord der Höhepunkt eines langwierigen und angespannten Konflikts innerhalb der Familie, unter anderem wegen der Scheidung von Andres Ex-Frau.

Das Gerichtsurteil beinhaltet nicht nur eine lebenslange Haftstrafe, sondern auch finanzielle Verpflichtungen. Der Verurteilte muss mehr als 50.000 Euro an immateriellem Schadenersatz zugunsten der vier Zivilkläger, vor allem der anderen Kinder, zahlen. Außerdem muss er die Gerichtskosten tragen.

Nach den geltenden Rechtsvorschriften hat der Verurteilte 40 Tage Zeit, um Berufung einzulegen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung befindet er sich weiterhin in der Haftanstalt, und sein weiteres Vorgehen ist noch nicht bekannt.

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03.04.25

Fotos aus diesen Quellen: Getty Images

Autoren: Alex